Konstitutionsmedizin
Es werden in der Konstitutionsmedizin physikalische und biologische Mitteln eingesetzt, die eine Stärkung der Konstitution (= Ererbte und erworbene körperliche, seelische und geistige Eigenschaften eines Menschen) bewirken. Konstitutionstherapie ist meist eine Langzeitbehandlung, dadurch wird die Konstitution stabilisiert und verbessert. Sie wird auch vorbeugend eingesetzt, um die Auswirkung einer Krankheit zu verhindern.
Therapeutisch wird jedem Konstitutions-Typ eine eigene homöopathische Basistherapie zugeordnet.

Bild zeigt eine lymphatische Konstitution (blaue Augen).
Da sich die Konstitution eines Menschen nur in ganz seltenen Fällen ändert, bleibt auch das Konstitutionsmittel meist ein Leben lang erhalten. Es kann (nach Anweisung des Therapeuten) über Jahre hin eingenommen werden. Allerdings müssen Dosis und Einnahmefrequenz im Laufe der Zeit reduziert werden.
Die Konstitutionsmedizin hat mehrere Möglichkeiten, die Gesundheit eines Menschen positiv zu beeinflussen. Zum einen können Patienten vorbeugend mit einem Konstitutionsmittel behandelt werden, um zu verhindern, dass aus einer Konstitutionellen Schwäche eine manifeste Erkrankung wird. Zum anderen kann die Konstitutionstherapie bereits bestehende Krankheiten langfristig mildern oder in Kombination mit einer Akuttherapie den Krankheitsverlauf abschwächen oder abkürzen. Die Auswahl der Komplexmittel richtet sich in dem Fall nach dem Konstitutionstyp und der vorherrschenden individuellen Symptomatik.